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Muskelaufbau mit Creatin

Creatin Der Begriff Creatin ist von dem griechischen Wort für Fleisch abgeleitet. Diese Substanz wurde in einer Fleischbrühe das erste Mal nachgewiesen. Das war bereits im Jahr 1834, doch es sollte noch einige Zeit ins Land gehen, bevor seine volle Bedeutung erkannt wurde. Seit Beginn der 90er Jahre entwickelte sich diese Substanz zu einem der meist verkauften Nahrungsergänzungsmittel. Creatin hat erheblichen Anteil am menschlichen Energiestoffwechsel, denn es kann die Aufnahme und Verarbeitung von Zucker in den Muskelzellen steigern.

 

 

In den 70er Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass die körpereigenen Speicher durch eine erhöhte Zufuhr von Creatin problemlos vergrößerbar ist und daraus eine verbesserte Leistungsfähigkeit resultiert. Allerdings kann das Creatin seine volle Wirkung auf den Stoffwechsel nur in Verbindung mit körperlicher Betätigung entfalten.

 

 

Die organische Säure bildet in der Muskulatur die Basis für schnell verfügbare Energie und damit für jede einzelne Muskelkontraktion. Für jede dieser Bewegungen wird durch die Energiegewinnung Adenosintriphosphat (ATP) zu Adenosindiphosphat (ADP) abgebaut. Sollen weitere Kontraktionen folgen, muss dieses ADP wiederum zu ATP umgewandelt werden. Dieser Vorgang ist nur unter aktiver Mitwirkung von Creatin möglich. Zwar ist der menschliche Organismus in der Lage, einen Teil seines Bedarfs an dieser Substanz selbst in der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse zu produzieren, aber dennoch muss ein Teil mit der Nahrung aufgenommen werden. Dieses Creatin gelangt dann vom Verdauungstrakt aus über die Blutbahn in das Herz, die Muskulatur und andere Organe. Die Speicher für das körpereigene Creatin befinden sich in erster Linie in der Skelettmuskulatur. Normalerweise verfügt jeder Mensch insgesamt über eine Menge zwischen 120-150 Gramm. Davon müssen täglich etwa 2-4 Gramm mit der Nahrung aufgenommen werden. Unter körperlicher Belastung wie zum Beispiel Muskelaufbau – Training kann jedoch die doppelte Menge vonnöten sein, um entsprechende Leistungen abzurufen.

 

 

Selbst Spitzensportler greifen bevorzugt auf Creatin als Mittel zur Nahrungsergänzung zurück, denn zum Einen erlaubt die zusätzliche Aufnahme von Creatin eine höhere Trainingsintensität, wobei Ermüdungserscheinungen der Muskulatur wesentlich später einsetzen. Andererseits lassen sich die Phasen der Regeneration durch Creatin deutlich verkürzen. Besonders Gewichtheber, Bodybuilder, Sprinter und Sportler aus den unterschiedlichen Wurfdisziplinen profitieren von den Vorteilen dieser Substanz, weil Kraftzuwachs und allgemeine Leistungssteigerung durch zusätzliches Creatin sehr viel effektiver erreichbar sind. Außerdem folgt daraus ein Zuwachs an fettfreier Körpermasse.